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Wir leben in unruhigen Zeiten

 

 Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

 

Wir leben in unruhigen Zeiten, es brodelt an vielen Stellen unserer Welt.

Sprüche der Gewalt und Ausgrenzung scheinen in vielen Teilen der Welt

und auch unserer Gesellschaft wieder salonfähig zu werden und die Gewalt

scheint sich immer mehr auszubreiten.

Ausgrenzung heißt auch, dass ich mich ausgrenze von anderen. Ausgrenzen

und Aussetzen trennt Menschen voneinander. Im Evangelium

hören wir vom Aussatz und von Ausgrenzung, mehr noch, wir

hören von der Heilung vom Aussatz, dem Überwinden der Ausgrenzung.

Das ist unser Glaube, dass die Grenzen und Hindernisse zwischen Menschen

im Blick auf Gott überwunden werden können und Gemeinschaft

von Mensch und Gott sowie den Menschen untereinander wachsen kann.

 

Aussätzige werden rein.

Menschen die ausgesetzt sind,

außerhalb der Gemeinschaft,

am Rande der Gesellschaft,

selbst oder von anderen verschuldet.

Auch ich bin manchmal aussätzig,

weil andere mich ablehnen,

weil mich mein Egoismus ausgrenzt.

Die Aussätzigen rufen,

bringen ihr Leid,

ihre Not zur Sprache.

Jesus hört das Rufen,

er erhört die Rufenden,

macht sie heil an Leib und Seele.

Ein Wunder geschieht,

wo Menschen durch die Liebe

verwandelt werden.

Liebe, die mir geschenkt wird,

vollendet sich

in dankbarer Erwiderung,

der Mensch wird

von Grund auf heil.

Pfr. Frank Aumüller