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Kinder

Hier ist Eure Seite! Ihr findet hier jede Woche ein anderes Bild zum Ausmalen, das zum jeweiligen Lesungstext passt.  Schaut es Euch an - was seht Ihr?

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Joh 9, 1-41:

4. Fastensonntag

Impuls für Kinder

Kannst du auf dem Ausmalbild den Teich erkennen? Du findest ihn links und er sieht eigentlich eher aus wie ein Wasserbecken. Teich 'Schiloach' nennt ihn der Schreiber und übersetzt dann auch gleich: das heißt 'der Gesandte'. Ein ziemlich merkwürdiger Name für einen Teich, oder? Aber der Name ist in dieser Erzählung wichtig! Denn der Erzähler Johannes hat in dieser Bibelstelle eine Menge verschlüsselter Botschaften untergebracht, und der Name des Teiches gehört dazu.

Und das ist so: Ursprünglich lag die Wasserquelle der Stadt außerhalb der Stadtmauern. Die Menschen holten dort mit Krügen frisches Wasser, wenn sie es brauchten. Normalerweise war das kein Problem. Aber manchmal kam es zu Ärger mit anderen, Nachbarstädten oder Diebesbanden. Dann war es gefährlich, die Stadtmauern zu verlassen, um Wasser zu holen. Ein kluger König hatte deshalb von der Wasserquelle aus unterirdische Kanäle graben lassen, die das Wasser in ein Becken innerhalb der Stadtmauern leiteten: das Becken, das du auf dem Ausmalbild siehst (es ist übrigens genau nach einem alten Foto des echten Wasserbeckens 'Schiloach' gezeichnet!). Und weil die Wasserquelle das Wasser ins Becken 'sendete', wurde es eben 'Schiloach' - 'der Gesandte' genannt.

Der Erzähler Johannes beschreibt nun, dass Jesus den Blinden zum Reinigen in den Teich 'Schiloach' schickt. Und er sagt damit bildlich: wer sich in Jesus, der ja auch der 'Gesandte' genannt wurde, wäscht, - wer sich also von Jesus ergreifen lässt und zu ihm gehören will-, der wird geheilt von allem Übel. Der findet einen neuen Anfang. Viele Menschen damals verstanden diese 'versteckte Botschaft'.

Noch eine Menge anderer Botschaften stecken in der Bibelstelle. Zu viele, um sie hier alle erklären zu können. Ich glaube, solange wirst du nicht lesen wollen. Darum hier nur noch zwei kleine Hinweise:

Zum Beispiel die Frage der Pharisäer, ob man denn am Sabbat heilen darf. Denn dieser Tag galt als absoluter Ruhetag zur Ehre Gottes (und damit auch zum Wohle der Menschen, die ja Urlaubs- und Erholungstage, wie wir sie heute kennen, nicht hatten). Wenn Jesus am Sabbat heilt, dann heißt das auch: Jesus stellt sich gegen eine engherzige Auslegung des Ruhegebotes, das Gebot der Liebe geht vor.

Oder die Frage nach der Ursache von Krankheit und Blindheit: viele waren der Meinung, das sie Folge von Sünde gegen Gott sei. Das konnte selbstverursachte Schuld oder auch Schuld der Familie sein. Wenn Jesus sich dem Blinden zuwendet (und das sogar noch am Sabbat, an dem ja eigentlich nicht gearbeitet werden sollte), dann zeigt sich: Jesus ist gekommen, den Menschen heil zu machen.

(Efi Goebel)

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